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Hungerian Open 2010
Hungerian Open 2010

Auf internationalem Parkett schlagen sich deutsche Federfußballer weiterhin sehr erfolgreich. Bei den offenen ungarischen Meisterschaften, der Hungarian Open, gelang Sarah Walter vom FFC Hagen jetzt der Sieg in der Damenkonkurrenz.

Die Volmestäderin stand im Finale Trang Nguyen aus Frankreich gegenüber. Für die erfolgsverwöhnten Ungarinnen blieb somit als beste Platzierung Platz drei für Agnes Kapas vom Gastgeber Ujszasz VVSE, während Sarah Walter sich gegen ihre Kontrahentin von Paris Plumfoot durchsetzte und sich auf diese Weise den Platz ganz oben auf dem Treppchen sicherte.

Auch WM-Medaillengewinner David Zentarra (Bronze im Herren-Einzel) stieß in Ujszasz weit nach vorne vor. Im Viertelfinale war für den Bundesligaspieler vom FFC Hagen zwar Endstation, doch entschied er danach beide Platzierungsspiele für sich und wurde respektabler Fünfter. Sein Mannschaftskamerad Michael Kowallik erreichte Rang zehn. Im Mannschaftswettbewerb kamen Zentarra und Kowallik sowie ihr Mitspieler Sven Walter als beste deutsche - und gleichzeitig beste nicht-ungarische - Vertretung auf Platz fünf.

 
WM-Bronze für David Zentarra
WM-Bronze für David Zentarra

Einmal Edelmetall errangen die deutschen Federfußballer bei der Weltmeisterschaft in China. David Zentarra (FFC Hagen) holte sich im Herren-Einzel Bronze. Insgesamt zweimal hatten Aktive des Deutschen Federfußballbundes bei der WM bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitzureden.

Neben Zentarra erreichte auch Eva Graefenstein (TV Lipperode) in der Einzelkonkurrenz - in ihrem Fall natürlich der Damen - das Halbfinale. Hier reichte es in Xiaolan in der Provinz Guangdong für sie jedoch nur zu Platz vier gegen die Vertreterin des Gastgeberlandes China. Allerdings war Eva Graefenstein beste Europäerin. Auch David Zentarra ließ bei den Welttitelkämpfen den Spieler der in Europa führenden Federfußball-Nation Ungarn hinter sich. Dies sorgte bei der Delegation aus der Bundesrepublik um Verbandspräsident Peter von Rüden und Bundestrainer Nguyen Linh für zusätzliche Freude.

Erfolgreichste Nationen waren Vietnam und China mit je drei Weltmeistertiteln, während die Goldmedaille im Damen-Einzel nach Macao ging. Die sechs erstplatzierten Nationen jeder Disziplin in der Übersicht:


Herren-Mannschaft
1. China
2. Vietnam
3. Hong Kong
4. Ungarn
5. Deutschland (Tobias Tochtrop, Philipp Münzner, Michael Kowallik, Sven Walter, David Zentarra)
6. Macao

Damen-Mannschaft
1. Vietnam
2. China
3. Macao
4. Hong Kong
5. Ungarn
6. Griechenland

Herren-Einzel
1. China
2. Vietnam
3. Deutschland (David Zentarra)
4. Ungarn
5. Hong Kong
6. Macao

Damen-Einzel
1. Macao
2. Vietnam
3. China
4. Deutschland (Eva Graefenstein)
5. Ungarn
6. Griechenland

Mixed
1. Vietnam
2. China
3. Ungarn
4. Macao
5. Hong Kong
6. Griechenland

Herren-Doppel
1. Vietnam
2. China
3. Ungarn
4. Hong Kong
5. Macao
6. Griechenland

Damen-Doppel
1. China
2. Vietnam
3. Macao
4. Hong Kong
5. Ungarn
6. Griechenland

 
Doppelte Freude für Sarah Walter
Doppelte Freude für Sarah Walter

Wiederum stand bei den Federfußball-Doppel- und -Einzel-Ranglistenturnieren ein Sportler des FFC Hagen gleich zweimal ganz oben auf dem Treppchen. Genauer gesagt: eine Sportlerin. Die Bundesliga-Akteurin lag im Damen-Einzel zum Abschluss des Turniers unangefochten auf Rang eins. Im Doppel blieb die Hagenerin an der Seite von Thomas Kuroczkin (FFC Hagen) siegreich. Das Einzelturnier der Herren gewann mit David Zentarra ebenfalls ein FFC-Spieler.

David Zentarra landete nach der Gruppenphase in Viertel- und Halbfinale jeweils zwei klare Zwei-Satz-Siege, hatte somit einen kleinen Vorteil gegenüber seinem Finalgegner Rudolf Tomkewicz (OSC Rheinhausen). Der Duisburger Routinier gab in seiner Vorschlussrunden-Partie gegen Sven Walter (FFC Hagen) einen Satz ab. Im Finale konnte sich David Zentarra jeweils frühzeitig absetzen und siegte sicher mit 21:11, 21:12. Platz drei holte sich Philipp Münzner  vom Gastgeber TV Lipperode mit einem Drei-Satz-Sieg gegen Sven Walter.

Die Teilnehmerinnen am Damenturnier spielten eine einfache Punktrunde. Hier blieb Sarah Walter ungeschlagen und ohne Satzverlust. Hinter ihr platzierten sich Jasmin Schimossek (TuS Hilden), Eva Graefenstein (TV Lipperode) und Laura Wildner (FFC Hagen).

In der Doppelkonkurrenz lieferten sich in einem Endspiel mit Teilnehmern ausschließlich aus Hagen die Formationen Kuroczkin/Sarah Walter und Zentarra/Sven Walter einen harten Kampf. Erstgenanntes Doppel gewann den ersten Durchgang mit 21:18, das zweitgenannte schaffte mit 21:17 den Satzausgleich. Doch Thomas Kuroczkin und Sarah Walter mobilisierten noch einmal alle Kräfte und wiederholten ihre Leistung - und das Ergebnis - aus dem ersten Satz. Den Bronzeplatz sicherten sich Philipp Münzner/Eva Graefenstein vor Marius Stupp/Katharina Schütz (beide FFC Hagen).

 
Ehrung für DFFB Präsident Peter von Rüden
Ehrung für DFFB Präsident Peter von RüdenSeit die Stadt Hagen nur noch erfolgreiche Sportler olympischer Sportarten ehrt, werden die ehemals größten Gruppen zu Ehrender wie Golfer, Kegler, Faustballer oder Federfußballer nicht mehr berücksichtigt. Ein Federfußballer wurde dennoch für seine besonderen Verdienste geehrt: Peter von Rüden, Präsident des deutschen und des europäischen Verbandes, erhielt den Sportehrenpreis. Er brachte den Sport nach Hagen, gründete zunächst eine Abteilung im VfL Eintracht, danach den FFC Hagen und macht nun den Sport durch die vielen Titel, die er mit seiner Abteilung im SV Haspe 70 erringt, bekannt. Darüber hinaus rief er in weiteren Städten und Ländern Teams ins Leben.
 
Gifhorn sitzt FFC im Nacken
Gifhorn sitzt FFC im Nacken

Noch ist nichts entschieden: Serienmeister FFC Hagen ist zwar Tabellenführer der Federfußball-Bundesliga. Doch CP Gifhorn sitzt den Rot-Weißen im Nacken.

Beide Mannschaften blieben beim dritten Rundenspieltag des nationalen Federfußball-Oberhauses ungeschlagen, so dass das direkte Aufeinandertreffen der Westfalen und Niedersachsen am vierten und letzten Rundenspieltag im September zu einem Beinahe-Endspiel um die Meisterschaft wird. Allerdings können sich die Hagener, die ein Spiel weniger und das deutlich bessere Satzverhältnis aufweisen, hier sogar eine Niederlage leisten und dennoch das Championat noch aus eigener Kraft erringen. Gifhorn dagegen ist selbst im Falle eines Sieges gegen die FFC-Erstvertretung auf Schützenhilfe durch andere Mannschaften angewiesen.

Zum Rückrundenauftakt traten mehrere Teams ersatzgeschwächt an und verloren in der Folge die Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Die erste Mannschaft des Cronenberger BC gab gar ein Spiel kampflos ab, davon profitierte die eigene Zweitvertretung. Auch der SV Haspe musste ohne Stammkräfte auskommen, kam auf nur einen Erfolg aus vier Matches und weist jetzt vier Punkte Rückstand zum Führungs-Duo auf. Ab Rang vier, den der TV Lipperode belegt, sind allerdings alle Mannschaften auch noch nicht ihrer Abstiegssorgen ledig.

 
Lipperoder Reserve macht es noch einmal spannend
Lipperoder Reserve macht es noch einmal spannend

Der FFC Hagen III ist nicht unschlagbar. Das musste der "Primus" der 2. Federfußball-Bundesliga anerkennen, als er dem TV Lipperode II unterlag. Gegen die beim dritten Rundenspieltag in Bestbesetzung angetretenen Ostwestfalen zogen die Hagener mit 13:21 und 25:27 den Kürzeren.

Zuvor hatte die Drittvertretung der Rot-Weißen noch den Tabellendritten BC Darmstadt mit 21:19 und 21:16 auf Distanz gehalten.  Da die Hessen ihrerseits dem Tabellenzweiten Dortmunder TG mit 26:24 und 21:11 eine Niederlage zufügten, ist die Lage in der 2. Liga äußerst spannend: Bis hinunter zum Tabellensechsten TuS Hilden haben alle Teams zumindest noch theoretische Chancen auf den Aufstieg ins deutsche Federfußball-Oberhaus.

Für Aufsteiger TV Lipperode III wird die Luft dagegen immer dünner: Der Nachwuchs der "Black Devils" verpasste mit 21:15, 17:21, 13:21 gegen die Dortmunder TG II den ersten Saisonsieg und steht punktlos am Tabellenende.

 
Meisterschaftsfrage in Oberliga fast entschieden
Meisterschaftsfrage in Oberliga fast entschieden

Die Meisterschaftsfrage in der Federfußball-Oberliga ist so gut wie entschieden. Der weiterhin ungeschlagene FFC Hagen V braucht noch einen Satzgewinn, um die Meisterschaft X perfekt zu machen. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist den Hagenern aber nicht mehr zu nehmen.

Neben dem Tabellenzweiten TuS Hilden II hat auch der TV Lipperode IV noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft in der Federfußball-Oberliga. Der Rangdritte, der am vierten und letzten Rundenspieltag im September auf die Hildener Zweitvertretung treffen wird, ist mit einem Spiel im Rückstand. Ebenfalls noch ein Wörtchen mitreden können zwei Mannschaften des SV Haspe, nämlich der SVH VII und der SVH IV. Ihr Rückstand ist nach drei Vierteln der Saison jedoch bereits so groß, dass sie selbst im günstigsten Fall nur noch den zweiten Tabellenplatz erreichen können. Am Tabellenende rangieren mit deutlichem Rückstand die fünfte und sechste Hasper Mannschaft.

 
Zwei von drei Endspielen gehen in die Verlängerung

Mit großer Leidenschaft kämpften die deutschen Nachwuchs-Federfußballer jetzt um Ranglistenpunkte. In Hagen-Haspe gingen zwei von drei Endspielen der Jugend-Einzelturniere in den dritten Satz. Zweimal war der Ausrichter SV Haspe 70 erfolgreich, einen Turniersieger stellte der Cronenberger BC aus Wuppertal.

Dies war Noah Wilke. Der Wuppertaler A-Jugendliche schaltete ebenso wie sein Finalgegner Christopher Zentarra in der Vorschlussrunde einen Vertreter des Gastgebers aus. Obwohl Noah Wilke in seiner Halbfinalpartie gegen Marcel Scheffel über die volle Distanz von drei Sätzen gehen und lange zittern musste, während sein späterer Kontrahent vom FFC Hagen schon nach zwei Durchgängen gegen Daniel Nass den Finaleinzug feierte, zeigte sich der Wuppertaler letztlich deutlich stärker. Mit 21:19 und 21:12 sicherte er sich die Siegerurkunde. Rang drei holte sich Marcel Scheffel.

Vereinsinterne Angelegenheiten des SV Haspe 70 waren dagegen die Finals bei männlicher B- und weiblicher Jugend. Bei den jüngeren männlichen Jahrgängen lag Philip Kühne nach dem ersten Satz mit 21:19 vorn, schnupperte in Durchgang Nummer zwei schon am Turniersieg. Doch Torben Nass gelang mit 22:20 der Satzausgleich und mit 21:19 schließlich der Tagessieg. Auf Rang drei landete Max Bornemann vor Daniel Pflug - auch dies eine Drei-Satz-Partie. Bei der weiblichen Jugend baute Einzelranglisten-Spitzenreiterin Jennifer Ballin ihre Führung aus, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war, Sarah Rüht mit 21:17, 21:23, 21:15 auf Distanz zu halten. Den Bronzeplatz sicherte sich Franziska Oberlies vor Noel Nass.

 
"Doppelsieg" der Hagener "Doppelspitze"

An einem Tag vereint auf einer Seite des Netze, am nächsten Rivalen auf unterschiedlichen Seiten, die im Finale aufeinander treffen: David Zentarra und Sven Walter drückten den Federfußball-Einzel- und Doppelturnieren in Lippstadt ihren Stempel auf. Zudem war beim Damen-Einzel mit Sarah Walter ebenfalls eine Aktive des FFC Hagen erfolgreich.

Sven Walter und David Zentarra wurden ihrer Favoritenrolle im Doppel gerecht: Das Duo aus der Volmestadt ließ nur im Halbfinale gegen die eigenen Vereinskameraden Marius Stupp und Marvin Litwak zu, dass die Gegner in die Nähe eines Satzgewinns gelangten. Ansonsten stellten sie die Weichen regelmäßig frühzeitig auf Sieg, wie auch beim 21:13, 21:15-Finalsieg gegen Sarah Walter/Thomas Kuroczkin (ebenfalls FFC Hagen).

Die Doppel-Sieger machten auch den Gewinner des Herren-Einzels unter sich aus: David Zentarra schaltete in der Vorschlussrunde mit Philipp Graefenstein den bestplatzierten Spieler des Gastgebers TV Lipperode aus, während Sven Walter mit Alexander Prochaska einen weiteren FFC-Spieler auf Distanz hielt. Im Finale machte Zentarra dann mit 21:16, 21:19 alles klar

Sarah Walter kam nach der Finalniederlage im Doppel doch noch in den Genuss eines Turniersiegs, setzte sich bei den Damen im Endspiel mit 21:12, 21:2 gegen Jasmin Schimmossek (TuS Hilden) durch.

 
Neuer Spitzenreiter Haspe
Neuer Spitzenreiter Haspe

Neuer Spitzenreiter in der Federfußball-Bundesliga ist der SV Haspe 70. Obwohl ersatzgeschwächt, wurde die Erstvertretung der Blau-Gelben beim zweiten Rundenspieltag nur einmal besiegt und schob sich an allen Gegnern vorbei. Der FFC Hagen, Abonnements-Meister der vergangenen Spielzeiten, musste dagegen zum ersten Mal seit mehreren Jahren Niederlagen in Punktspielen einstecken.

Für den neuen Tabellenführer war es allerdings ein steiniger Weg. In allen vier Partien des Rundenspieltags mussten die Hasper über die volle Distanz gehen. Dreimal bogen sie auf diesem Weg einen 0:1-Satzrückstand noch in einen Sieg um. Der FFC Hagen II, vor diesem Tag noch punktlos, verdarb dem Stadtrivalen aus dem Westen der Volmestadt allerdings die lupenreine Bilanz.

Nicht nur dieser Erfolg des Tabellenletzten gegen den Tabellenersten verdeutlicht, dass die 1. Federfußball-Bundesliga sehr eng zusammengerückt ist. Lediglich fünf von 20 Matches wurden nach zwei Sätzen entschieden, 15 Partien gingen über drei zum Teil äußerst umkämpfte Sätze. So auch das Spiel des TV Lipperode I gegen den FFC Hagen I, das die Ostwestfalen mit 27:25 im dritten Satz gegen den amtierenden Deutschen Meister für sich entschieden. Die FFC-Erstvertretung, die noch ein Spiel Rückstand hat, unterlag auch dem CBC Wuppertal I und liegt vor Wuppertal und CP Gifhorn auf Rang zwei der Tabelle.

 
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