Federfußball hat seinen Ursprung in Asien, erste Spielformen gab es in China bereits vor mehr als 3000 Jahren. Vermutlich entwickelte sich Federfußball aus dem T´su Chu, einem dem Fußball ähnlichen Ballspiel, das während der T`ang Dynastie von 618 bis 960 v.Chr. weit verbreitet war.
Hauptsächlich Mädchen erprobten ihr Geschick mit dem „Ball“, der aus einem Untersatz aus Blei oder Zinn mit eingesteckten Hühnerfedern bestand. Dabei ging es darum, den Ball so lange wie möglich in der Luft zu halten.
Aus dem Geschicklichkeitsspiel entwickelten sich nach und nach die Federfußball-Artistik sowie der Sport in den Varianten Team, Einzel, Doppel und Mixed.
Nach wie vor wird hauptsächlich in China gekickt. Das traditionelle Spiel und auch der Sport, der seit 1985 praktiziert wird, gehören in die Lehrpläne und finden weitere Verbreitung.
Aber auch in anderen Ländern hat Federfußball Fuß gefasst.
China, Vietnam, Laos, Taiwan und Hongkong, das trotz der Zugehörigkeit zu China einen eigenen Dachverband besitzt, sowie Deutschland, Ungarn und Niederlande gründeten 1999 den Weltverband ISF (International Shuttlecock Federation). Den Vorsitz hat bis heute China. Vietnam, Deutschland und Ungarn stellen die Vizepräsidenten.
In Deutschland und auch in Europa ist die Etablierung und Verbreitung des Federfußballs untrennbar mit dem Namen Peter von Rüden verbunden. Der Hagener Ingenieur entdeckte das Spiel bei einer Chinareise und brachte es mit nach Deutschland.
Anfangs spielte er mit Freunden und Bekannten, bis er 1989 den Mannschaftssport in China kennen lernte. Von da an gründete Peter von Rüden Vereine und Abteilungen und widmete seine Aktivitäten der Verbreitung des Sports.
Die erste Federballgruppe trainierte beim VfL Eintracht Hagen, weiter ging es beim AHS der Universität Dortmund, wo Peter von Rüden eine neue Gruppe ins Leben rufen konnte. Der erste Federfußballclub wurde in Hagen gegründet.
Weitere Teams bildeten sich in
Remscheid um Jochen Wecker,
Bochum zunächst an der Universität, später um Mischa Delbrouck,
Rheinhausen um Dieter Lenk und Lippstadt um Michael Holt.
1999 wurde der deutsche Verband DFFB gegründet, dessen erster Präsident von Rüden wurde.
Die weitere Verbreitung in Europa begann 1992 in Ungarn, wo Peter von Rüden ebenfalls Initiator war. Es folgten Schweiz, Niederlande und Rumänien, die sich aber nicht als Organisation etablieren konnten. Dauerhaft hielten sich die Gruppen in Polen, Serbien, Frankreich, Finnland und Griechenland.
2003 gründeten die Europäer die SFE, Shuttlecock Federation of Europa, deren Mitgliederzahl stetig wächst. |